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Verarbeitung

Die Mindestverarbeitungstemperatur ist deine Temperatur, die bei der Verarbeitung eines Dicht- oder Klebstoffes nicht unterschritten werden darf. Bei Unterschreitung kann es zu veränderten Verarbeitungseigenschaften oder einer mangelhaften Funktion nach Verarbeitung kommen. 

Die Mindestverarbeitungstemperatur gilt sowohl für die Umgebungsluft, als auch für den Dichtstoff bzw. Klebstoff selbst und die abzudichtenden bzw. zu verklebenden Bauteile/Werkstoffe, die mit dem Produkt in Kontakt kommen.

Klimatische Einflüsse wie das Wetter, aber auch unterschiedliche Temperaturen oder die Luftfeuchtigkeit im Innenraum sind sowohl für die Verarbeitung als auch ein dauerhaftes Funktionieren eines Dichtstoffes von großer Bedeutung.

Zunächst gibt es unterschiedliche thermische Belastungen im Hochbau im Vergleich zum Tiefbau. Im Außenbereich (speziell im Hochbau) spielen auftretende Wärme-Kälte-Wechsel, verursacht durch Sonneneinstrahlung, Schlagregen oder Schlagschatten, allgemeine Temperaturschwankungen im Tag-Nacht-Wechsel oder auch über den Sommer oder Winter eine wichtige Rolle.

Das Abglätten der Dichtstoffoberfläche dient nicht nur der Herstellung einer optisch einwandfreien Oberfläche, sondern verbessert den Kontakt des Dichtstoffes zu den Haftflächen und stellt damit die Haftung sicher.

Beim Abglätten wird der Dichtstoff nach Einbringung in die Fuge mit leichtem Druck, häufig unter Zuhilfenahme eines Glättmittels, in die Fuge gepresst. Das Glätten kann mit dem Finger erfolgen, wir empfehlen aber die Verwendung eines geeigneten Glättwerkzeugs (EVT Glättfix, EVT Fugenfux oder Holzspachtel).

Der Industrieverband Dichtstoffe e.V. hat unter seiner Internetseite www.abdichten.de eine Reihe praxisrelevanter Merkblätter zur Verarbeitung und Anwendung von Dichtstoffen bereit gestellt.

Die Ablüftzeit muss bei Nutzung lösungsmittelhaltiger Substanzen (Primer, Reiniger) eingehalten werden, bevor mit einer weiteren Bearbeitung der Oberflächen fortgefahren werden kann. Diese Zeit wird benötigt, damit sich die flüssigen Bestandteile ausreichend verflüchtigen können. Neben der Mindestwartezeit ist bei Primern auch eine maximale Wartezeit relevant, da ansonsten die Oberfläche dieses Voranstrichs deaktiviert wird und außerdem die Gefahr der Verunreinigung mit Staub/Schmutz zunimmt. Bei Nichtbeachtung der korrekten Ablüftzeit besteht die Gefahr von Haftungsverlust!

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