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Fuge

Parallele Verschiebung der Fugenflanken. (DIN 52460:2000)

Scherfugen finden sich häufig an Stelle von klassischen Dehnfugen an Fassadenkonstruktionen oder auch bei Bodenfugen. Bei einer Scherfuge findet eine Verschiebung zweier parallel zueinander liegender Flächen statt. Im Gegensatz zu Dehn- oder Stoßfugen kommt es bei einer Scherfuge nicht zu einer Zug- oder Druckbelastung. Die Scherung findet in Längsrichtung statt, wobei es zu einer Diagonalverformung des Dichtstoffes kommt.

Vor allem im privaten Umfeld kommt im Rahmen der Fugensanierung immer wieder die Frage auf:

Haftet Silikon auf Silikon?

Rein chemisch betrachtet ist eine Haftung von Silikon auf einer bestehenden Silikonfuge zumindest theoretisch, sofern es sich um ein gleichartiges Silikon bezüglich Vernetzung/chemische Basis handelt, möglich.

Bei der Fugensanierung werden alte Dichtstoffe gründlich entfernt und fachgerecht erneuert.

Um die Fuge in ihren ursprünglichen Zustand zu bringen, ist es sehr wichtig, dass zunächst alle alten Dichtstoffreste und Hinterfüllmaterialien entfernt werden. Dabei ist insbesondere auf eine gründliche chemische oder mechanische Reinigung der Fugenflanken zu achten, um eine optimale Haftung des neu eingebrachten Dichtstoffes zu gewährleisten.

Der Anwendungsbereich für Hochbaufugen nach DIN 18540 sind Außenwandfugen zwischen Bauteilen aus Ortbeton, Betonfertigteilen sowie aus unverputztem Mauerwerk und Natursteinen. DIN 18540 definiert die umfangreichen Anforderungen für diesen Anwendungsbereich. Hierzu zählen u.a.:
- eine Zulässige Gesamtverformung von 25%
- ein Dehnspannungswert von maximal 0,4 N/mm²
- ein Volumenschwund von maximal 10%

- ein Rückstellvermögen von mindestens 70%
- kein Versagen in unterschiedlichen Zugversuchen und Dehn-/Stauch-Zyklen

Gemäß der DIN 52 460 ist der Begriff "Wartungsfuge" für Abdichtungen mit elastischen Fugendichtmassen folgendermaßen definiert:

"Die Wartungsfuge ist eine starken chemischen und/oder physikalischen Einflüssen ausgesetzte Fuge, deren Dichtstoff in regelmäßigen Zeitabständen überprüft und gegebenenfalls erneuert werden muss, um Folgeschäden zu vermeiden."

Unter Durchhärtungszeit versteht man die Zeit, die ein Dichtstoff benötigt, um vollständig durchzuhärten und seine volle Funktionsfähigkeit zu erreichen.

Der Durchärtungsprozess verläuft nicht gleichmäßig. Er verlangsamt sich, je tiefer das Produkt aushärtet. So härten die ersten Millimeter eines Dichtstoffes meist recht schnell aus, während die tieferen Schichten eine überproportional lange Zeit zur Durchhärtung benötigen (die bereits ausgehärtete Schicht behindert den für die Aushärtung erforderlichen An- und/oder Abtransport von Nebenprodukten des Aushärtevorgangs.

Bauteilfugen sind Fugen zwischen Bauteilen von gleichartigem Material oder gleichartiger Funktion.

Auf Bauteilfugen können verschiedenste Einflüsse einwirken. Hierzu zählen unter anderem mechanische Belastungen durch auftretende Bewegungen und Witterungseinflüsse. Die verwendeten Dichtstoffe müssen gerade im Außenbereich neben dem Bewegungsausgleich in der Regel auch eine dichtende Funktion übernehmen.

Als Bodenfuge bezeichnet man Anschlussfugen auf oder an Bodenflächen beziehungsweise dem bodennahen Wandbereich am Übergang zwischen Bodenfläche und Wand bis zu einer Höhe von ca. 1 Meter.

Bodenfugen unterliegen häufig besonderen Belastungen, da sie begangen oder befahren werden bzw. schwere Gegenstände auf ihnen abgestellt werden könnten. In einigen Bereichen müssen Bodenfugen auch beständig gegen aggressive Flüssigkeiten wie Abwässer oder Chemikalien sein.

Eine Fuge ist ein beabsichtigter oder toleranzbedingter Raum zwischen mehreren Bauteilen oder Baustoffen (DIN 52460:2000). Um auftretende Bewegungen (Fugenbewegungen) und eine damit einhergehend variierende Stärke der Fuge auszugleichen, muß eine Abdichtung mit bewegungsausgleichenden Werkstoffen erfolgen.

Allgemein lassen sich Fugen in Bewegungsfugen und starre Fugen unterteilen. Unterhalb der Bewegungsfugen kann eine Einteilung in Dehnfugen (Hochbaufugen, Bodenfugen) und Anschlussfugen (Sanitärfuge, Fensteranschlussfuge, Naht und Flanschfugen oder Überlappungsfugen) erfolgen.

Eine Anschlussfuge ist eine Bewegungsfuge zwischen Bauteilen mit unterschiedlichen Materialien oder Funktionen. Hierunter versteht man beispielsweise die Verfugungen von Fensteranschlüssen oder die Anschlussfugen an Außentüren.

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