Startseite
Kontakt & Beratung

+49 7150 97406-0

Dichtstoff

Die Mindestverarbeitungstemperatur ist deine Temperatur, die bei der Verarbeitung eines Dicht- oder Klebstoffes nicht unterschritten werden darf. Bei Unterschreitung kann es zu veränderten Verarbeitungseigenschaften oder einer mangelhaften Funktion nach Verarbeitung kommen. 

Die Mindestverarbeitungstemperatur gilt sowohl für die Umgebungsluft, als auch für den Dichtstoff bzw. Klebstoff selbst und die abzudichtenden bzw. zu verklebenden Bauteile/Werkstoffe, die mit dem Produkt in Kontakt kommen.

Die in der Produktbeschreibung oder dem technischen Merkblatt angegebene Lagerfähigkeit eines Dichtstoffes oder Klebstoffes gibt an, wie lange das Produkt im nicht angebrochenen Gebinde unter bestimmten Lagerbedingungen verwendbar ist, ohne dass es zu Beeinträchtigungen der zugesicherten Eigenschaften kommt.

Vor allem im privaten Umfeld kommt im Rahmen der Fugensanierung immer wieder die Frage auf:

Haftet Silikon auf Silikon?

Rein chemisch betrachtet ist eine Haftung von Silikon auf einer bestehenden Silikonfuge zumindest theoretisch, sofern es sich um ein gleichartiges Silikon bezüglich Vernetzung/chemische Basis handelt, möglich.

Die Haftfestigkeit eines Dichtstoffes ist von der Adhäsion und der Kohäsion abhängig.

Die Kohäsion ist die Bezeichnung für die Kräfte, die den inneren Zusammenhalt des Dicht- oder Klebstoffes bewirken. Sie steht also für die innere Festigkeit der homogenen Dicht- oder Klebstoffmasse. Insofern ist die Kohäsion eine Sonderform der Adhäsion, bei der jedoch nur gleichartige Stoffe (in diesem Fall die Inhaltsstoffe des Dicht- oder Klebstoffes) aneinander haften.

Die Adhäsion beschreibt die Haftfestigkeit zwischen der Dicht-/Klebstoffmasse und den Bauteilen, die verklebt oder abgedichtet werden sollen. Sie ist also Anziehungskraft zwischen Dichtstoff und angrenzenden Flächen zu verstehen.

Verfügt ein Dichtstoff über keine Ausreichende Adhäsion zum Bauteil, wird er sich unter Belastung vom Bauteil/Substrat lösen bzw. abschälen.

 

(tk/ed)

Die Haftfestigkeit eines Dichtstoffes ist von der Adhäsion und der Kohäsion abhängig. Ein optimaler Dichtstoff oder Klebstoff muss eine ausreichende Haftung zu den Fugenflanken aufweisen (Adhäsion) und gleichzeitig über eine mindestens ebenso starke innere Haftung verfügen (Kohäsion).

Die Adhäsion steht dabei für die Haftfestigkeit der Dicht- oder Klebstoffmasse zu den Bauteilen, die verklebt oder abgedichtet werden sollen. Sie ist also als die Anziehungskraft an den Grenzflächen des Dicht- oder Klebstoffes zu einem anderen Substrat/Bauteil hin zu verstehen.

Im Hochbau und insbesondere beim Abdichten von Fassaden kann ein Dichtstoff schon während oder kurz nach Einbringung der Witterung und insbesondere Regen ausgesetzt sein, noch bevor die Hautbildungszeit abgeschlossen ist.

Die Frühregenbeständigkeit eines Dichtstoffes ist  durch die DIN 18540 – F durch das „F“ für Frühregenfest gekennzeichnet. Der Zusatz „NF“ steht für „nicht Frühregenfest“, wodurch unterwartete Regengüsse ein Ausschwämmen von Inhaltsstoffen oder Substratverschmutzungen am frischen Dichtstoff hervorrufen können.  

(tk)

Die Beanspruchung ist eine Sammelbezeichnung für alle denkbaren Fremdeinwirkungen, denen ein Kleb- oder Dichtstoff ausgesetzt sein kann.

Man unterscheidet zwischen einer mechanische Beanspruchung beispielsweise durch Zug- oder Schubkräfte, Druck, Schälung, Schwingungen oder Vibrationen. Eine weitere Beanspruchungsart ist die physikalische, chemische oder biologische Beanspruchung. Diese entstehen durch Temperatur, Klima, Flüssigkeiten, Gasen, Strahlung oder Pilzbefall.

Klimatische Einflüsse wie das Wetter, aber auch unterschiedliche Temperaturen oder die Luftfeuchtigkeit im Innenraum sind sowohl für die Verarbeitung als auch ein dauerhaftes Funktionieren eines Dichtstoffes von großer Bedeutung.

Zunächst gibt es unterschiedliche thermische Belastungen im Hochbau im Vergleich zum Tiefbau. Im Außenbereich (speziell im Hochbau) spielen auftretende Wärme-Kälte-Wechsel, verursacht durch Sonneneinstrahlung, Schlagregen oder Schlagschatten, allgemeine Temperaturschwankungen im Tag-Nacht-Wechsel oder auch über den Sommer oder Winter eine wichtige Rolle.

Unter der Zulässigen Gesamtverformung (ZGV) versteht man die Fähigkeit eines Dichtstoffes, auftretende Bewegungen der abgedichteten Bauteile aufzunehmen. Die ZGV wird in % angegeben und gibt an, in welchen %-Bereich im Verhältnis zur Fugendimension der Dichtstoff dauerhaft eine funktionierende Fugenabdichtung gewährleisten kann.

Seiten

Dichtstoff