Startseite
Kontakt & Beratung

+49 7150 97406-0

Klimatische Einflüsse

Klimatische Einflüsse wie das Wetter, aber auch unterschiedliche Temperaturen oder die Luftfeuchtigkeit im Innenraum sind sowohl für die Verarbeitung als auch ein dauerhaftes Funktionieren eines Dichtstoffes von großer Bedeutung.

Zunächst gibt es unterschiedliche thermische Belastungen im Hochbau im Vergleich zum Tiefbau. Im Außenbereich (speziell im Hochbau) spielen auftretende Wärme-Kälte-Wechsel, verursacht durch Sonneneinstrahlung, Schlagregen oder Schlagschatten, allgemeine Temperaturschwankungen im Tag-Nacht-Wechsel oder auch über den Sommer oder Winter eine wichtige Rolle.

Metallische Fassaden im Außenbereich können beispielsweise je nach Klimazone am Tag mehr als 80 Grad Celsius erreichen und an kalten Tagen (Winter) oder in der Nacht sehr schnell auf die Temperatur der Umgebungsluft abkühlen.

Eine hohe relative Luftfeuchtigkeit kann zum Beispiel die Aushärtezeit eines Dichtstoffes beeinflussen. So wird das Aushärten von Acryl-Dichtstoffen (wasserbasiert) verlangsamt, da die Umgebungsluft nicht schnell genug das aus dem Dichtstoffe bei der Aushärtung austretende Wasser aufnehmen kann; die Aushärtung der feuchtigkeitsvernetzenden 1K-Silikon- und Hybridsysteme wird in der Regel beschleunigt.

Temperaturen können sich ebenso auf das Aushärtevermögen oder die Hautbildungszeit auswirken. Eine Faustregel besagt, dass sich die Reaktionsgeschwindigkeit eines Dichtstoffes mit einer Temperaturveränderung von nur 10 Grad Celsius verdoppeln bzw. bei Temperaturabsenkung halbiert.

Die in technischen Merkblättern angegebenen Verarbeitungseigenschaften beziehen sich in der Regel auf eine Umgebungstemperatur von ca. 23 Grad Celsius bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 50%.

 

(tk)

Klimatische Einflüsse